Podcast „Kritische Perspektiven auf die Entwicklung der Gruppendynamik“ – mit Oliver König!

In dieser thematisch reichhaltigen Folge haben wir einen weiteren prominenter Vertreter der Gruppendynamik zu Gast.

Dr. Oliver König diskutiert u.a.

– seine Perspektive auf die historische Entwicklung der Gruppendynamik

– Die Folgen der Kommerzialisierung der GD als Verfahren

– Die Ähnlichkeit von GD und Agilität sowie dem aktuelle Diskurs zur Selbstorganisation

– Das Erlösungsdenken Laloux’s

– Das Transferproblem von gruppendynamische Trainingsgruppen zur Unternehmenswelt

– Die Spannung zw. persönlicher Beteiligung (im Training o. der Arbeitswekt) vs. übergriffiger Dynamiken/ Vereinnahmung durch gierige Institutionen

– warum die zur Selbstorganisation passendste Methode der Gruppendynamik so/zu wenig angefragt wird vom Markt

Podcast Folge „Gruppendynamik in Veränderungsprojekten von Unternehmen“ – mit Roswita Königswieser

Mein Gast Dr. Roswita Königswieser, Systemtheoretikerin und Gründerin von Königswieser & Network, geht in dieser Folge der Frage nach, welche Rolle die Gruppendynamik in ihren Veränderungsprozessen in Konzernen spielt.

> Wie können gruppendynamische Designs in die Transformationsarchitektur bzw. das -Design von Change-Prozessen einfließen, um die Reflexivität des Systems zu erhöhen, es zu Selbsterkenntnis, zum Spüren und Aufspüren von Mustern und Latenzen zu bewegen?
> Welche Lieblingsinterventionen der Gruppendynamik nutzt Roswita Königswieser dabei?
> Wo liegen Grenzen? Wie viel Prozessebene verträgt eine Organisation?
> Sind die Organisationen heutzutage offener für gruppendynamische Interventionen?
uvm.

Viel Freude und Erkenntnisse!

Team vs. Gruppe – mit Stefan Kühl

Unserer Gast Prof. Stefan Kühl, Systemtheoretiker der Universität Bielefeld, appeliert in dieser Folge an die Unterscheidung von #Team und #Gruppe. Es sei eine naive Vorstellung, Gruppe und Team als soziale Systeme gleichzusetzen, und die Folgen daraus seien für #Organisationen umso dysfunktionaler.

Kühl geht der Unterscheidung von Team und Gruppe auf den Grund (Hierarchie, Mitgliedschaft und Zweck), stellt Funktionalitäten und Dysfunktionalitäten von höherer Autonomie in Teams dar und argumentiert, dass die „New Work Szene in Prenzlauer Berg“ eine illusionäre Luxusdebatte führe, wenn sie mehr personale Erwartung und Beziehung, sprich: eine zunehmende Fusion von Team und Gruppe, in Organisationen fordere.

Abschließend setzt sich Kühl kritisch mit der Übertragung von Lerneffekten in der #Gruppendynamik auf die Organisationspraxis auseinander: Gruppendynamik-Trainings, Intergruppen-Trainings und Org.labs würden nichts mit Organisationen zu tun haben; sie simulieren lediglich Freundeskreise (Gruppen). Man lerne extrem wenig über Organisationen, weil gerade die formale Rollenbildung (Hauptmerkmal in Organisationen und Teams) fehle.

Individuum, Gruppe und Organisation – mit Rudi Wimmer

New Work, menschenzentrierte Arbeit, familiäre Kulturen – es scheint, als wolle und solle immer mehr ‚der ganze Mensch‘ in die Arbeitswelt, also in Gruppen und Organisationen. Rudi Wimmer sieht dies als „Denkfehler“ und legt dar, welche Folgen es hat, den psychologischen Vertrag zwischen Organisation und Individuum umzuschreiben.

Wir diskutieren, wie aus systemischer Sicht eine Person Teil einer Gruppe und wie Gruppen Teil von Organisationen sein können, wie das Ins-Zentrum-Stellen persönlicher Belange, also wie Kopplung gelingen kann und welche Vor- und Nachteile familiäre Kulturen mit sich bringen und weshalb gerade ein gruppendynamisches Training hilfreich ist, den Anforderungen heutiger und künftiger Organisationen als Mitglied zu begegnen.

Agilität, Selbstorganisation & Gruppendynamik – mit Kristina Hermann

Wir sprechen praxisnah über gruppendynamische Phänomene der #Agilitätund #Selbstorganisation, weshalb diese Folge besonders für all diejenigen interessant ist, die in agilen und/oder selbstorganisierten Formen Arbeiten bzw. andere dazu befähigen und beraten. 

Was braucht es, damit selbstorganisierte Gruppen nicht blind für ihre eigenen Dynamiken sind?
Wie kommen sie in die bewusste #Selbststeuerung? Warum müssen reifere, selbsorganisiertere Gruppen mit mehr Gruppendynamik umgehen können?
Treten eigentlich typische Muster in #agilen Settings auf?
Was kommt in #agileCoaching Ausbildungen meist zu kurz?
Was ist der zentrale gruppendynamische Hebel für reifere Selbstorganisation? 

Der GRUPPENdynamik Podcast: virtuelle T-Gruppen

Dies ist der Audio-Mitschnitt eines Podcasts zum Thema virtuelle T-Gruppen. Wir gehen hier zu Dritt der Frage nach ob und wie das Format der Trainingsgruppe (T-Gruppe) auch im virtuellen Raum funktionieren kann.

Dabei schauen wir aus verschiedenen Perspektiven auf das Format und werden am Ende selber Opfer der Technik. Dazu lohnt sich der zweite Podcast, über den „Fail“.

Der GRUPPENdynamik Podcast – Was ist eigentlich Gruppendynamik?

Dieser Podcast geht der Frage nach, warum Gruppendynamik eigentlich so eine Zumutung ist. Vielleicht, weil sie allgegenwärtig ist, in Schulhof-Schlägereien, in Gruppensex, in Demokratisierungsprozessen – und eben in Organisationen.

In diesem Podcast geht es dabei auch grundsätzlich um:

  • Was ist Gruppendynamik (GD)?
  • Welche unterschiedlichen „Denkschulen“ (#DGGO, #Tavistock, #NTL, AK Rice, Stanford) gibt es?
  • Wie wird man „GruppendynamikerIn“
  • Warum ist GD hochaktuell?

Darüber sprechen Jürgen Radel (HTW), Roland J. Schuster (FH bfi Wien) und Samuel Friedl.